Gletscher

Die Veränderung der Gletscher in den Alpen ist sogar in einem Zeitraum von einigen Jahrzehnten erkennbar.
Ich habe einige Fotos aus dem Familienbesitz der 1960er Jahre sowie aus eigenem Bestand aus den Ötztaler und Stubaier Alpen gefunden. Diesen Fotos habe ich jeweils aktuelle Fotos gegenübergestellt.

Sulztalferner im Vergleich 1960/2018

Zwei Aufnahmen vom Sulztalferner in den Stubaier Alpen. Links der Windacher Daunkogel, rechts die Wilde Leck.
Das Foto aus dem Jahr 2018 habe ich im Anstieg auf den Schrankogel aufgenommen. 

Sulztalferner 2018Sulztalferner 2018

Panorama von der Hohen Mut im Vergleich 1960/2018

Ganz links ist der Hochfirst, 3403 m, zu sehen. In Verlängerung des Rückens der Hohen Mut (oberhalb von Obergurgl) ist die Liebener Spitze (links) und der Kirchenkogel. Dazwischen fließt der Gaisbergferner ins Gaisbergtal. Bei allen Gletschern ist der Rückgang  erkennbar (Zeitraum: 58 Jahre).

Rechts des Rückens ist der Rotmoosferner, von dem 2018 nur noch Reste übrig sind. Im Gletscherbericht 2018/2019 heißt es: “Am Rotmoosferner stellt der für eine Messung zugängliche Gletscherteil nur mehr einen Toteiskörper dar, dessen Nachmessung als nicht sinnvoll erschien und eingestellt wurde.”
Beim Wasserfallferner (ganz rechts) ist der Rückgang auch deutlich zu sehen.

Panorama Hohe Mut Juli 2018 (Foto: Barbara Haid)Panorama Hohe Mut Juli 2018 (Foto: Barbara Haid)

Niederjochferner (Ötztaler Alpen)

Noch bis 2012 querte der Schaftrieb über das Niederjoch die Zunge des Niederjochferners.
2010, 2011 und 2012 war ich selbst mit dabei, als die Schafe von den Almen im Niedertal zurück ins Schnalstal getrieben wurden. Teils war die Zunge auch noch so mächtig, dass sogar einmal ein Schaf in eine Gletscherspalte stürzte, aber zum Glück wieder wohlbehalten geborgen werden konnte.

Die Fotos entstanden im Anstieg von der Martin-Busch-Hütte zur Similaunhütte (in der Senke zu erkennen, 3019 m).
Nach 2012 riss der Gletscher bei einer Felsrippe links ab und seither befinden sich nur mehr Toteis-Reste in diesem Bereich.

Der Unterschied ist deutlich zu sehen und betrifft nur den sehr kleinen Zeitraum von einigen Jahrzehnten!

Vergleich 2011/2021

Niederjochferner und Niederjoch, September 2021 (Foto: Barbara Haid)Niederjochferner und Niederjoch, September 2021 (Foto: Barbara Haid)

Vergleich 1994/2022

Blick zum Similaun, 06.09.2022Blick zum Similaun, 06.09.2022

Hintertuxer Gletscher im Vergleich 2021/2022

Blick auf das Gletscherskigebiet am Hintertuxer Gletscher. Das erste Bild stammt vom 6.7.2021, das zweite vom 16.7.2022.

Aufgrund des schneearmen Winters 2021/22 waren die Gletscher bereits im Juli 2022 so ausgeapert wie sonst am Ende des Sommers.

Hintertuxer Gletscher 16.7.2022 (Foto: Barbara Haid)Hintertuxer Gletscher 16.7.2022 (Foto: Barbara Haid)

Gurgler Ferner im Vergleich 2011 bis 2019

Der Gurgler Ferner hat sich in diesen acht Jahren deutlich zurückgezogen. Teils ist die Gletscherzunge allerdings unter Schutt versteckt und nicht mehr erkennbar.

Die Aufnahmen habe ich vom Ramolhaus bzw. von einer Position unterhalb der Hütte gemacht.
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