„Schaf schafft Landschaft“

Ausstellung für den Naturpark Ötztal

Naturparkhaus Längenfeld, 11.06 – 01.10.22

Schafe, Transhumanz, Kulturlandschaft, Schaf in Kunst & Kitsch

Aufbauend auf „Kulturerbe Transhumanz Schnalstal – Ötztal“ konzipierte der Kulturverein im Auftrag des Naturpark Ötztal eine Ausstellung für das Naturpark Jahresprogramm 2022.
Unter Transhumanz versteht man eine Form der Fernweidewirtschaft, bei der die Tiere über längere Zeit über verschiedene Weidegebiete getrieben werden.
Der Schaftrieb im Kulturraum Ötztaler Alpen geht über die teils vergletscherten Flächen zwischen dem Südtiroler Schnalstal und dem Tiroler Ötztal ist das repräsentative österreichische Beispiel. Durch die sachgerechte Beweidung der Almflächen leisten die Schäfer und Schäferinnen bis heute einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung dieses speziellen Ökosystems.

Die Themenbereiche der Ausstellung

  • Das Wissen der Hirten und Schäfer: Das naturkundliche Wissen wird von Generation zu Generation weitergegeben, beispielsweise wie viele Schafe ein „Schafberg“ verträgt, ohne dass es zu einer Überweidung oder einer Unterweidung kommt und wie mit den Folgen des
    Klimawandels umzugehen ist.
  • Transhumanz: Siehe dazu auch die Seite über das Immaterielle Kulturerbe der UNESCO.
  • Schafrufe, Schafnamen: Überall, wo das Schaf eine wichtige Rolle spielt, gibt es viele
    unterschiedliche Bezeichnungen für Schafe. Im alltäglichen Leben kennen wir viele Ausdrücke rund um Schaf & Lamm: schwarzes Schaf, lammfromm, Schäfchenwolken, Wolf im Schafspelz, Schäferstündchen. Die Lockrufe für Schafe variieren von Region zu Region – im Ötztal wird gerne „höörla leck leck leck“ gerufen.
  • Kunst, Musik und Kitsch: Rund um das Schaf drehen sich zahlreiche Werke in Literatur und Musik, auch gemalt und bildlich dargestellt sehen wir es oft. Ein anderer Aspekt ist die Verkitschung und Verniedlichung des Schafes: Schokoladeschafe, Shaun das Schaf, Plüschschafe begegnen uns praktisch an jeder Ecke.
  • Produkte: Alle Teile des Schafes wurden und werden verwendet, manches geriet in Vergessenheit und manches wird nun kreativ weiterentwickelt: Lammfleisch und ‐wurst, Wolle, Loden & Filz, Vlies in Outdoorjacken, Käse & Joghurt, Lanolin, Schafmist.

Die Ausstellungsgestalterinnen von Pro Vita Alpina (PVA)

Jessie Pitt (Künstlerin)
Florentine Prantl (Geschäftsführerin von PVA)
Barbara Haid (designierte Obfrau von PVA)
Friederike Hirsch (Journalistin)

Einige Impressionen vom Making of und von der fertigen Ausstellung